Paket 02 für Handwerksbetriebe

Controlling für Handwerks­betriebe: Sehen Sie, welche Aufträge sich lohnen

Sie bekommen ein Controlling-Dashboard aus den Daten, die Ihr Betrieb schon erzeugt: Aufträge, Stunden, Material, Rechnungen und Buchhaltung. Die Kennzahlen stehen je Auftrag, Kunde und Monat, so aktuell, wie Ihre Daten es zulassen. Das Dashboard ergänzt die betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) Ihres Steuerbüros, es ersetzt sie nicht.

Warum die Zahlen im Handwerk zu spät kommen

Viele der nötigen Daten entstehen in Ihrem Betrieb ohnehin. Es fehlt der Weg, sie früh genug zusammenzubringen.

Was das Dashboard übernimmt und was bei Ihnen bleibt

Automatisiert wird das Sammeln, Zuordnen und Rechnen; was aus den Zahlen folgt, entscheiden Sie.

Das bleibt Ihre Entscheidung

  • Welche Kennzahlen Sie sehen und welche Zielwerte gelten, legen Sie fest; das Dashboard rechnet nur damit.
  • Was aus einer Abweichung folgt, ob neuer Preis, anderer Zeitansatz oder ein Gespräch mit dem Kunden, entscheiden Sie.
  • Wer welche Zahlen sieht, bestimmen Sie.
  • BWA, Buchhaltung und Jahresabschluss bleiben beim Steuerbüro.

Wo KI im Controlling helfen kann

Gerechnet wird im Dashboard mit festen Formeln. Mit Paket 03, der KI-gestützten Prozess-Automatisierung, kann KI dort dazukommen, wo Zahlen erklärt oder Texte zugeordnet werden. Die KI macht Vorschläge, entschieden wird bei Ihnen.

So setze ich KI ein

  • Kein Ergebnis der KI geht an Kunden oder in die Buchhaltung, bevor Sie oder Ihre Büroleitung freigegeben haben.
  • Jeden Ablauf teste ich vor der Übergabe mit Ihrer Zustimmung an echten Fällen aus Ihrem Betrieb.
  • Kosten Dritter, etwa für Lizenzen oder Zusatzmodule, stehen im Angebot, soweit sie absehbar sind.

Womit ich Ihr Controlling aufbaue

Ich baue Ihr Controlling herstellerneutral aus dem, was schon da ist: Excel oder Google Sheets, die Exporte Ihrer Handwerkersoftware und Ihrer Buchhaltung. Bei Bedarf kommt ein Dashboard-Werkzeug dazu.

In fünf Schritten zum Controlling-Dashboard

Der Preis steht vor dem Start fest. Umgesetzt wird Schritt für Schritt nach dem Zeitplan aus Ihrem Angebot.

Ein SHK-Betrieb mit 12 Beschäftigten:
drei Auftragsarten im Vergleich

Der Musterbetrieb hat 12 Beschäftigte: den Inhaber, zwei Bürokräfte und neun Monteure. Kalkuliert sind 68 € je produktiver Stunde: der Stundensatz, der Personalkosten, Betriebskosten, Kapitaldienst und den Privatbedarf des Inhabers deckt und einen Zuschlag für Wagnis und Gewinn enthält. Der Erlös aus dem Materialaufschlag ist darin nicht abgezogen, weil die Wertschöpfung ihn enthält; es ist also nicht der Satz, der im Angebot auf die Arbeitszeit kommt. Wertschöpfung ist der Umsatz netto minus Material und Fremdleistung; den Rechenweg zeigt die Tabelle in Klammern. Wertschöpfung geteilt durch die produktiven Stunden ergibt den erzielten Satz je Stunde. Das Ergebnis zur Kalkulation ist die Wertschöpfung minus 68 € mal Stunden. Kommt auf die Stunden eines Auftrags etwa so viel Material wie in der Kalkulation, heißt ein Plus, der Auftrag hat mehr gebracht, als die Kalkulation vorsieht; ein Minus heißt weniger.

Beispielrechnung mit angenommenen Werten. Der SHK-Betrieb ist ein Musterbetrieb, alle Beträge und Stunden sind Annahmen. Das Rechenschema folgt vereinfacht der Nachkalkulation auf S. 11, der Aufbau des kalkulierten Satzes dem Schema auf S. 15 in „Controlling im Wirtschaftsbereich Handwerk“, Handwerkskammer Dortmund (Urheber: Handwerkskammer Dresden), 3. Auflage 2019.

Auftragsart Wertschöpfung Produktive Stunden Erzielt je Stunde Ergebnis zur Kalkulation
Badsanierung 9.600 € (18.500 € minus 8.900 €) 112 rund 86 € plus 1.984 €
Heizungstausch 4.500 € (12.400 € minus 7.900 €) 38 rund 118 € plus 1.916 €
24 Wartungsaufträge 3.900 € (4.800 € minus 900 €) 60 65 € minus 180 €
Gesamt 18.000 € (35.700 € minus 17.700 €) 210 rund 86 € plus 3.720 €

Die Badsanierung bringt mit 18.500 € den größten Umsatz, den besten Satz je Stunde aber der Heizungstausch mit rund 118 €, auch weil auf seine Stunden viel Material kommt. Die Wartung liegt mit 65 € je Stunde unter den kalkulierten 68 €. Wartungen enthalten wenig Material je Stunde und damit wenig Materialaufschlag; das Minus ist deshalb ein Anlass, Pauschale und Zeitansatz der Wartung genauer zu prüfen, noch kein Urteil. Was daraus folgt, entscheidet der Betrieb. Den ganzen Monat dieses Musterbetriebs mit allen acht Kennzahlen rechnet der Ratgeber Controlling im Handwerksbetrieb durch.

Beispiel-Dashboard des Musterbetriebs mit acht Kennzahlen: erzielter Stundenverrechnungssatz 61 € gegen 68 € kalkuliert, 75 % produktive Stunden, Materialquote 44 %, Ergebnis zur Kalkulation minus 7.440 €, Angebotserfolgsquote 41 %, Auftragsbestand 7 Wochen, Forderungslaufzeit 21 Tage, Liquidität 2. Grades 111 %; darunter das Ergebnis je Auftragsart wie in der Tabelle und minus 11.160 € für die übrigen Aufträge des Monats. Beispieldaten, keine echten Betriebszahlen.
So kann das Dashboard aussehen: die acht Kennzahlen des Beispielmonats aus dem Ratgeber Controlling im Handwerksbetrieb und das Ergebnis je Auftragsart. Den Richtwert von 100 bis 120 % für die Liquidität 2. Grades nennt der Leitfaden der Handwerkskammer Dortmund (2019, S. 23). Beispieldaten, keine echten Betriebszahlen. Bild in voller Größe öffnen

Wer das umsetzt

Peter Ungur, Betriebslogik
Peter Ungur Freiberufler · M.Sc. Big Data & Business Analytics

Controlling in SHK, Elektro, Kfz und Bau

Häufige Fragen zum Controlling im Handwerk

Der Preis richtet sich nach dem Aufwand: Zahl und Zustand der Datenquellen, Umfang des Kennzahlen-Sets und ob Stunden und Material schon je Auftrag erfasst sind. Diesen Aufwand ermittle ich im kostenlosen Analyse-Gespräch, danach steht der Preis vor dem Start fest. Kosten Dritter, etwa für Lizenzen oder Zusatzmodule, stehen im Angebot, soweit sie absehbar sind. Es fallen keine Lohnnebenkosten an, und Sie schaffen keine feste Stelle für einen Controller.

Die BWA zeigt nach dem Monatsabschluss, wie der Betrieb nach Kostenarten dasteht. Welcher Auftrag, welcher Kunde oder welche Auftragsart das Ergebnis gebracht oder gekostet hat, zeigt die übliche BWA nicht. Ein Controlling-Dashboard rechnet aus Ihren eigenen Daten je Auftrag. Es ergänzt die BWA, es ersetzt sie nicht.

Für den Anfang: die Angebote und Aufträge mit Auftragsnummer, Stunden je Auftrag, Material und Fremdleistung je Auftrag, die Rechnungsliste mit Zahlungsstand, die Kontoumsätze und die Summen- und Saldenliste aus dem Steuerbüro. Fehlen die Stunden je Auftrag, beginnen wir mit den übrigen Kennzahlen und bauen die Zeiterfassung am Auftrag Schritt für Schritt auf.

Excel oder Google Sheets können reichen, wenn das Kennzahlen-Set überschaubar ist. Ein Dashboard-Werkzeug lohnt sich, wenn sich die Zahlen selbst aktualisieren sollen oder mehrere Personen verschiedene Ansichten brauchen. Ob ein zusätzliches Werkzeug nötig ist, kläre ich mit Ihnen vor dem Start.

Das kann sich lohnen, wenn Sie heute nicht sehen, welche Aufträge sich rechnen, und daraus Preise oder Zeitansätze ableiten wollen. Ein kleiner Betrieb braucht kein großes System; wenige Kennzahlen, die regelmäßig aktualisiert werden, können reichen. Ich fange mit der Zahl an, die Ihnen am meisten fehlt.

Das hängt vom Umfang ab und davon, wie schnell Daten, Zugänge und Rückmeldungen vorliegen. Beim Dashboard sind das vor allem die Exporte aus Ihrer Software und Buchhaltung und ob Stunden und Material je Auftrag erfasst sind. Nach dem Analyse-Gespräch erhalten Sie, soweit absehbar, einen konkreten Zeitplan. Der Zeitplan nennt die einzelnen Schritte und was ich dafür von Ihnen brauche. Wir beginnen mit einem Ablauf und bauen danach schrittweise aus.

Ich arbeite datensparsam: Ihre Daten werden nur für den vereinbarten Zweck verarbeitet, und Lösungen laufen wo möglich lokal in Ihrem Betrieb oder in Rechenzentren innerhalb der EU. Wo ich personenbezogene Daten für Sie verarbeite, schließe ich mit Ihnen einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV). Wer im Dashboard welche Zahlen sieht, legen Sie fest. In Excel oder Google Sheets geht das über getrennte Dateien und Freigaben, nicht über den Blattschutz.

Für Digitalisierungsvorhaben kleiner und mittlerer Betriebe gibt es je nach Bundesland Zuschuss- und Kreditprogramme. Eine Übersicht mit amtlichen Quellen finden Sie unter Förderprogramme für Digitalisierung. Ob Ihr Vorhaben förderfähig ist, entscheidet die Förderstelle. Viele Programme verlangen den Antrag vor dem Auftrag.

Welche Zahl fehlt Ihnen heute am meisten?

Im kostenlosen Analyse-Gespräch klären wir, welche Zahl Ihnen am meisten fehlt und aus welchen Ihrer Daten sie entstehen kann. Nach dem Analyse-Gespräch bekommen Sie ein schriftliches Angebot mit Preis und Zeitplan.

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